Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Die Not hat viele Gesichter. Hier ist es eine kinderreiche Familie, die ihre Miete nicht mehr zahlen kann, da eine Frau, die große psychische Probleme hat, oder ein Familienvater, der seinen Arbeitsplatz verlor. Der Adventskalender für gute Werke, das Spendenhilfswerk der Süddeutschen Zeitung, möchte diesen Menschen ein wenig helfen, damit sie neuen Lebensmut gewinnen.
Sophia F. hat ein schweres Schicksal hinter sich. Als kleines Mädchen wurde sie von ihrem Vater „zu Bauern gegeben“, mit dem Versprechen, sie nach den Ferien wieder abzuholen. Aber sie wurde nicht mehr abgeholt, den Vater sah sie zehn Jahre lang nicht mehr. Später versuchte sie das Beste aus den lieblosen Startbedingungen zu machen. Trotzdem scheiterten ihre beiden Ehen, aus denen vier Kinder hervorgingen, zwei davon zog sie selbst groß. Vor etwa zehn Jahren entwickelte sich bei ihr eine schwere psychische Erkrankung, die 42-Jährige ist seither auf Tabletten angewiesen und mittlerweile erwerbsunfähig. Das Geld aus ihrer Erwerbsunfähigkeitsrente reicht gerade für das Notwendigste, dringende Anschaffungen, wie ein neues Bett oder Winterkleidung, kann sie davon nicht bestreiten.
Nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten ist Monika K., eine Mutter von fünf kleinen Kindern, auf Wohnungssuche, nachdem ihr die alte Wohnung gekündigt wurde. Kein leichtes Unterfangen, weil viele Vermieter sich davor scheuen, so viele kleine Kinder aufzunehmen. Nun hat sie eine Wohnung in Aussicht, weiß aber nicht, wie sie als alleinerziehende Mutter die Kaution und die Kosten für Möbel aufbringen soll. Ihr Lebenspartner zahlt zwar den Unterhalt für die Kinder, musste aber mit seinem Geschäft Insolvenz anmelden und kann die Familie nicht mehr im erforderlichen Maß unterstützen. Da sie Zwillinge hat, die noch sehr klein sind, kann Monika K. momentan auch nicht arbeiten.
Josua R. stammt aus Peru und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern seit vielen Jahren in Deutschland. Bisher hat er es immer geschafft, den Lebensunterhalt für seine Familie zu verdienen. Als er vor ein paar Monaten für kurze Zeit arbeitslos wurde, geriet er in eine finanzielle Notsituation und konnte die Miete nicht mehr bezahlen. Inzwischen hat er zwar wieder Arbeit, aber sein Verdienst reicht nur für die laufenden Kosten. Die Mietschulden kann er davon nicht begleichen. Ohne finanzielle Unterstützung droht der Familie die Obdachlosigkeit.
Nach einem längeren Auslandsaufenthalt ist Familie T. vor eineinhalb Jahren nach Deutschland zurückgekehrt. Der Familienvater fand eine – allerdings nur schlecht bezahlte – Arbeit, die Frau ging stundenweise putzen. Das Einkommen der Familie reichte gerade, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Nun musste sich die Frau einer teuren Zahnoperation unterziehen, die von der Krankenkasse nicht bezahlt wurde. Verzweifelt versucht die Familie jetzt, das Geld dafür aufzutreiben.
Wegen einer Lernbehinderung hat Katharina S. weder einen Schulabschluss, noch eine Berufsausbildung. Mit 21 Jahren wurde sie schwanger, die Beziehung zum Kindsvater dauerte aber nicht lange. Die inzwischen 46 Jahre alte Frau musste ihren Sohn allein aufziehen. Heute ist sie auf Hartz IV angewiesen und lebt in bescheidenen Verhältnissen. Nun ist sie mit ihren Stromzahlungen in Rückstand geraten. Mit Hilfe der Caritas konnte zwar eine Ratenzahlung vereinbart werden, aber die zusätzlichen Zahlungen belasten ihr schmales Budget ungemein.
(SZ vom 27.12.11)